Drama, 105 Min, Deutschland, 2010
Inhalt:
Kevin ist neu in der JVA. Seine Zellengenossen Tommy, Andy und Marc geben den Ton an, Kevin muss sich unterordnen. Immer wieder kommt es zu Repressionen, Schlägereien oder Ausrastern. Kevin hat Angst, dass er die Demütigungen seiner Zellengenossen nicht durchsteht. Nur mit Tommy, der auch lernen musste, sich durchzuschlagen, kann er ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen. Er gibt Kevin klar zu verstehen: Wer aufhören will, ein Opfer zu sein, muss anfangen sich zu wehren.
„Picco“ wirft einen authentischen und kompromisslosen Blick auf die Endstation des Themas Jugendgewalt, auf scheinbar verlorene Jugendliche – und ein Justizvollzugssystem, das auf ganzer Linie scheitert. Und auch wenn es anders erscheint auf den ersten Blick: In diesem System gibt es keine Täter. Jeder hier ist ein Opfer.
Basierend auf wahren Begebenheiten.
Darsteller: Constantin von Jascheroff, Frederick Lau, Joel Basman, Martin Kiefer, Edin Hasanovic, Willi Gerk, Jule N. Gartzke, Leonie Benesch, Rainer Bock, u.a.
Buch, Regie: Philip Koch
Kamera: Markus Eckert
Ton: Gunnar Voigt
Szenenbild: Jan Jericho
Kostüm: Theresia Wogh
Casting: Simone Bär
Schnitt, Sounddesign, Mischung: Andre Bendocchi-Alves, 40° Film
Produzenten: Tobias Walker, Philipp Worm
Produktion: Walker + Worm Film GmbH & Co. KG / Philip Koch Filmproduktion / HFF München / 40° Filmproduktion
Förderung: FFF Bayern, FFA, First Movie Program
World sales:
Rezo Films
Sébastien Chesneau:
Tel : 33 1 42 46 72 21
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Pressebetreuung:
ZOOM MEDIENFABRIK
Felix Neunzerling
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Preise:
Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke - Der Friedenspreis des Deutschen Films 2010 (Nachwuchspreis)
Nominiert für die Caméra d'Or 2010 (Festival de Cannes )
Nominierung First Steps Award (Bester Film & Beste Kamera)
Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten 2010 (Max Ophüls Festival)
Nominiert für den Studio Hamburg Nachwuchspreis 2010 (Bestes Drehbuch)
Silberne Schale (Fünf Seen Filmfestival 2010)
Festival Screenings:
Festival de Cannes (Directors' Fortnight) 2010, Karlovy Vary International Film Festival 2010, Filmfestival Max Ophüls Preis 2010, Helsinki Int. Filmfestival 2010, Fünf Seen Filmfestival 2010, Filmkunstmesse Leipzig 2010, Int. Filmfestival Oldenbourg 2010
Pressezitate
„Wer es aushält, wird mit dem konsequentesten deutschen Beitrag in Cannes belohnt.“
Die Welt
„Die schauspielerischen Leistungen und eine Kameraführung, die Klaustrophobie bedrückend spürbar macht, tragen dazu bei, Kochs ersten Langfilm als einen der wichtigsten Beiträge dieser Tage in Cannes auszuzeichnen. Eigentlich sollte Picco in jeder Schule als Diskussionsstoff gezeigt werden, da die glasklar beschriebenen Mechanismen über die Gefängnissituation weit hinausgehen. Warum nicht optimistisch bleiben und hoffen, daß Picco sich auch auf den Arbeitstischen politischer Entscheidungsträger wiederfindet.“
Schnitt.de
„Erst beim Max-Ophüls-Festival mit dem Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten. Dann Cannes - mit dem Erstling auf dem wichtigsten Festival der Welt ist allemal kein schlechter Coup. Schließlich noch der Bernhard Wicki-Friedenspreis – und das wird kaum die letzte Auszeichnung für das 27jährige Regie-Talent bleiben, dem der mit Abstand packendste deutsche Film des Jahres gelang. „Das ist Auschwitz“ machte in Cannes ein wütender Zuschauer seinem Ärger lautstark Luft, gut 50 Leute verließen den Saal. Ähnliche Szenen zuvor in Saarbrücken. Doch auch Tränen gab es, viel Beifall sowieso. „Picco“ geht an die Grenzen, er geht an die Nieren. Die sorgfältig recherchierte Gewaltstudie ist extrem – jedoch nie voyeuristisch. Ein Lehrstück, das Pflichtprogramm für alle Schulen sein sollte. Da das brisante Thema die Talkshows rauf und runter beschäftigten wird, ist mit reichlich Resonanz beim Kinoeinsatz zu rechnen.
Mit langen Kameraeinstellungen und in kalten Farben lässt der Film den Zuschauer die klaustrophobische Atmosphäre spüren, der die Figuren in ihrer 16 Quadratmeter kleinen Zelle gnadenlos ausgesetzt sind. Seine Jungs hat Jungfilmer Koch dabei höchst eindrucksvoll im Griff und schickt seine Akteure mit maximalem Minimalismus in die Hölle. Frederick Lau (Deutscher Filmpreis für „Die Welle“) gibt das Sadisten-Schwein dabei so überzeugend, dass der Schauspieler seiner eigenen Mutter den Besuch des Films verboten ha (…) Wie auf den Festivals dürfte „Picco“ das Publikum auch im Kinoalltag polarisierten. Den Namen Philip Koch muss man sich merken – aus diesem Talent könnte noch ein Haneke werden..“
Programmkino.de
Gefangen im Grauen - SZ
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© 2010 Philip Koch Filmproduktion / Walker + Worm Film